Reto Nause (CVP), Ursula Wyss (SP), Alexander Tschäppät (SP), Franziska Teuscher (GB), Alexandre Schmidt (FDP)

Reto Nause (CVP), Ursula Wyss (SP), Alexander Tschäppät (SP), Franziska Teuscher (GB), Alexandre Schmidt (FDP)

Das ist das Ergebnis der Gemeindewahlen vom Wochenende. Stadtpräsident ist weiterhin der Sozialdemokrat Alexander Tschäppät, der die beiden bürgerlichen Herausforderer von FDP und SVP deutlich schlug.

In der fünfköpfigen Stadtregierung hat die SP weiter 2 Sitze inne, das Grüne Bündnis sowie die CVP und die FDP je 1 Sitz. Neu in den Gemeinderat gewählt wurden die Nationalrätinnen Ursula Wyss (SP) mit dem besten aller Resultate und Franziska Teuscher (Grünes Bündnis) sowie der Freisinnige Alexandre Schmidt.

Seinen Sitz verteidigen konnte Reto Nause von der CVP. Damit steht auch fest, dass Bern mit der Tradition der Abwahlen gebrochen hat - erstmals seit 1984 wurde kein Mitglied der Stadtregierung abgewählt.

Das Rot-Grün-Mitte-Bündnis (RGM) erreichte einen Wähleranteil von fast 60 Prozent und sicherte sich damit drei Vollmandate. Es ist das beste Ergebnis seit Gründung von "RGM" im Jahr 1992. Damals hatte das rot-grüne Lager die bürgerliche Vorherrschaft beendet.

Im Parlament sind die Kräfteverhältnisse weniger klar, doch auch hier hat das linke Lager wieder knapp die Nase vorn. Die RGM-Parteien bringen es auf 40 der 80 Sitze und dürften zudem bei vielen Sachgeschäften auf die Unterstützung kleiner linker Parteien zählen können.

Die SP ist Wahlsiegerin mit drei Sitzgewinnen im Parlament, zusammen mit den Grünliberalen. Diese legten ebenfalls um drei Mandate zu und stärkten damit die bürgerliche Mitte. Dort gewann die BDP auf Kosten der CVP einen Sitz dazu.

Rechts der Mitte fällt ein historischer Machtwechsel ins Auge: Die FDP verlor einen Sitz und fiel hinter die SVP zurück, die zwei Sitze zulegte. Die EDU und die Schweizer Demokraten verschwinden aus dem Stadtparlament, genau wie die Jungfreisinnigen. Der Piratenpartei bleibt der Einzug in die Stadtpolitik verwehrt.

Die Parlamentswahl wurde von einer Panne überschattet. Das Warten auf die für 22 Uhr angekündigten Resultate wurde zur Geduldsprobe, weil das eingesetzte Computersystem zunächst hartnäckig einen Fehler meldete. Dieser konnte erst nach Mitternacht behoben werden.