Rettungskräfte suchen nach Verletzten.(© keystone)

Die Rettungskräfte suchten den fünf Meter hohen Geröllberg nach möglichen weiteren Opfern ab.

Nach stundenlanger Suche mit Spürhunden gaben die Einsatzkräfte aber Entwarnung für weitere Opfer. Zunächst hatten sie bis zu sechs weitere Menschen unter dem Geröllberg vermutet. Sand und Stein türmten sich bis zu fünf Meter hoch.

Es gelte inzwischen als sehr unwahrscheinlich, dass noch mehr Menschen verschüttet worden seien, sagte eine Sprecherin der Rettungskräfte. Es lägen keine Berichte über weitere Verletzte vor. Einige Strandbesucher seien aber mit einem Schock behandelt worden.

Strand bei Urlaubern beliebt

Das Unglück ereignete sich an der Steilküste Los Gigantes im Westen der kanarischen Insel. Der unterhalb einer beeindruckenden Felswand gelegene Strand war aufgrund des sommerlichen Wetters sehr gut besucht. Die Felsbrocken waren nach Angaben der Internetausgabe der Zeitung «La Opinión de Tenerife» aus einer Höhe von etwa 50 Metern auf den Strand gestürzt. Der schwarze Badestrand wurde auf einem Abschnitt von bis zu 100 Meter Länge von Gestein und Geröll bedeckt.

Die Klippen an der Steilküste von Los Gigantes sind bis zu 450 Meter hoch und fallen fast senkrecht ins Meer ab. Der Ort ist vor allem bei britischen Touristen beliebt.

Vor einem Monat waren dort schon einmal Felsbrocken auf den Strand abgestürzt. Dabei war aber niemand verletzt worden. Augenzeugen berichteten, an der Unglücksstelle habe seither ein Badeverbot gegolten. Der betroffene Strandabschnitt sei mit einem Plastikband abgesperrt gewesen.

An der Algarve-Küste im Süden Portugals hatte sich Ende August ein ähnliches Unglück ereignet. Dort waren damals fünf portugiesische Badegäste an einem Strand von herabstürzenden Felsbrocken erschlagen worden.
(sda/ap/fref/stom)