Transparente werden mit einem Kran den Türmen befestigt.(© reuters)

Greenpeace-Aktivisten machen mit Transparenten an den Türmen der berühmten Kathedrale Sacrada Familia von Antoni Gaudi auf den Klimawandel aufmerksam.

Allerdings überwiegt die Skepsis, ob es auf dem Gipfel vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen gelingen wird, alle 192 Staaten auf gemeinsame Ziele im Kampf gegen die globale Erwärmung zu verpflichten. So gibt es weiter tiefe Meinungsunterschiede insbesondere zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Freitag in Brüssel, wahrscheinlich sei ein Vertragsabschluss in Kopenhagen nicht zu erreichen. Wichtig sei aber die Einigung auf eine Rahmenvereinbarung, die dann zur Grundlage eines Vertrags werden könnte.

Umweltschützer versuchen, sich der wachsenden Skepsis entgegenzustellen. «Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir die Ambitionen hoch halten», sagte der Klima-Experte beim World Wide Fund for Nature (WWF), Kim Carstensen.

Schwerpunkt bei Entwicklungsländern

Die Vereinbarung der EU auf ihrem Brüsseler Gipfel wurde von Klimaschutzaktivisten als zu vage kritisiert. Die europäischen Staats- und Regierungschefs riefen dazu auf, bis zum Jahr 2020 einen Betrag von jährlich 100 Milliarden Euro zur Unterstützung von Klimaschutzmassnahmen in Entwicklungsländern bereitzustellen. Annähernd die Hälfte davon soll aus öffentlichen Mitteln kommen, der Rest von der Privatwirtschaft und aus dem Handel mit Emissionsrechten.

Von den 180 Seiten des in Barcelona diskutierten Rohentwurfs entfallen 30 auf die Frage, wie der Klimaschutz in Entwicklungsländern finanziert werden soll. In dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll haben sich lediglich 37 Länder verpflichtet, ihre Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen um durchschnittlich fünf Prozent unter die im Jahr 1990 erreichten Werte zu senken.
(ap/gmue)