Zwei Menschen bei der Robbenjagd.(© keystone)

Die EU will ab 2010 den Import von Robbenprodukten aus Kanada weitgehend verbieten.

Kanada argumentiert, dass Robbenfang wirtschaftlich legitim sei und dass das EU-Verbot weder wissenschaftlich begründet sei noch auf Fakten basiere.

Fischereiministerin Gail Shea betonte, Kanada werde sich gegen die Desinformationskampagne von Robbenschützern wehren. Sie betonte, die Robbenjagd werde genau überwacht und entspräche humanitären Standards.

Nur noch Robbenprodukte der Inuit

Das EU-Verbot soll im August 2010 in Kraft treten. Dem Beschluss der EU-Staaten zufolge dürfen in Europa dann keine Robbenprodukte mehr auf den Markt gebracht werden, es sei denn, sie stammen von den arktischen Ureinwohnern Inuit, die keine kommerzielle Robbenjagd betreiben. Das Verbot gilt für sämtliche Waren, darunter auch Öle, Häute und Tran.

Trotz massiver Proteste von Tierschützern werden an der kanadischen Ostküste des Landes jährlich bis zu 300'000 Robben getötet. Im vergangenen Jahr machte der Handel mit EU-Ländern etwa 2,5 Millionen kanadische Dollar (2,4 Millionen Franken) aus.
(sda/buet)