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Afghanistans Präsident Karsai: «Wir rufen unsere Brüder der Taliban auf, nach Hause zurückzukehren und ihr Land anzunehmen».
«Wir rufen unsere Brüder der Taliban auf, nach Hause zurückzukehren und ihr Land anzunehmen», sagte er auf einer Medienkonferenz.
Zugleich versprach der Präsident ein hartes Vorgehen gegen die Korruption. «Afghanistan ist von der Korruption diffamiert worden. Unsere Regierung ist von der Korruption diffamiert worden», sagte er. «Wir werden uns mit allen möglichen Mitteln bemühen, diesen Makel zu entfernen.»
«Wir wollten eine zweite Wahlrunde»
Die Unabhängige Wahlkommission (IEC) hatte Karsai am Montag zum Wahlsieger erklärt, nachdem Oppositionsführer Abdullah Abdullah seine Beteiligung an der Stichwahl abgesagt hatte.
Karsai sagte, es wäre «besser für unser Land und den Demokratieprozess» gewesen, wenn die zweite Runde der Präsidentschaftswahl wie geplant am Samstag stattgefunden hätte. «Das ist das, was wir gewollt hatten», sagte er.
Karsai: Regierungsbeteiligung aller Bevölkerungsgruppen
Der neuen Regierung sollten Persönlichkeiten aus allen Teilen des Landes angehören, erklärte Karsai. Der Präsident gehört dem afghanischen Mehrheitsvolk der Paschtunen an, das vor allem den Süden des Landes prägt.
Oppositionsführer Abdullah Abdullah hingegen wird als Sohn eines paschtunischen Vaters und einer tadschikischen Mutter vor allem von den Minderheiten in Nordafghanistan unterstützt.
Taliban feiern Störung des Wahlprozesses
Am Sonntag hatte sich Abdullah von der Stichwahl zurückgezogen und begründete dies damit, dass er wie schon in der erste Runde der Wahl am 20. August eine Wiederholung von Wahlbetrug erwarte. Die Stichwahl wurde daraufhin abgesagt, Karsai wurde von der Wahlkommission zum Sieger erklärt.
Die Taliban verbuchten die Absage der Stichwahl als Erfolg ihrer Einschüchterungskampagne. «Unsere tapferen Mudschahedin haben es geschafft, den gesamten Prozess zu stören», hiess es in einer am Dienstag im Internet veröffentlichten Erklärung.
(agenturen/halp)







