Barack Obama Wahlkampf New Jersey(© reuters)

Im Wahlkampf: Präsident Obama unterstützt bei der Gouverneurswahl in New Jersey den Demokraten Jon Corzine.

Traditionell profitiert bei Wahlen in der Mitte der Amtszeit eines Präsidenten immer die Partei, die gerade nicht im Amt ist. So könnte es auch bei den Gouverneurswahlen am Dienstag herauskommen. In New Jersey sieht sich der demokratische Amtsinhaber Jon Corzine dem unerwartet starken republikanischen Herausforderer Chris Christie gegenüber. Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Corzine leidet in der Finanzkrise auch darunter, dass er früher einmal Chef der Investmentbank Goldman Sachs war.

In Virginia darf der demokratische Gouverneur Tim Kaine nicht wieder antreten. In Umfragen liegt der Republikaner Bob McDonnell deutlich vor dem Demokraten Creigh Deeds in Führung. Virginia gilt als traditionell demokratischer Staat. Das hat sich allerdings bei den letzten Wahlen abgeschwächt, denn Obama konnte dort vor einem Jahr die Mehrheit gewinnen.

Vormarsch der konservativen Hardliner

Die vielleicht interessanteste Ausgangslage herrscht bei einer Nachwahl im 23. Kongressbezirk im Bundesstaat New York. Dort haben sich einige der möglichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten für 2012 hinter den Kandidaten Doug Hoffman gestellt. Unterstützt wird er von der ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin und weiteren rechtsgerichteten Hardlinern. Diese konservative Offensive bewog die republikanische Kandidatin Dierdre Scozzafava dazu, ihre Kampagne abzubrechen und den Demokraten Bill Owens zu unterstützen.

Im Weissen Haus erkennt man bereits einen Trend bei den Republikanern, wo die Hardliner auf dem Vormarsch seien. Präsidentensprecher Robert Gibbs erklärte am Montag, das sei ein Beispiel dafür, wie es bei den Wahlen 2010 bei den Republikanern im ganzen Land sein werde.

Bloomberg kauft sich eine dritte Amtszeit

Mit Interesse werden auch die Bürgermeisterwahlen in Grosstädten wie Houston, Detroit, Atlanta und New York verfolgt. Dort bewirbt sich der Milliardär Michael Bloomberg um eine dritte Amtszeit. Seine Kampagne lässt er sich rund 100 Millionen Dollar kosten.
(apd/meru)