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Durch die Lage in der Ukraine erhofft sich die WHO Informationen zur Ausbreitung der Grippe.
Gemäss WHO befinden sich 235 Patienten auf Intensivstationen. Bislang starben in der Ukraine 71 Personen an der Grippe. Überall werden Engpässe mit Medikamenten beklagt.
Aus Westeuropa treffen immer wieder Lieferungen der dringend benötigten Schutzmasken ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsandte ein achtköpfiges Expertenteam, welches auch Proben zur Untersuchung nach London schicken wollte. Das Team war am Montagabend in der Ukraine eingetroffen.
Slowakei schliesst Grenzen
Die WHO erhofft sich, anhand der Epidemie in der Ukraine aufzuzeigen, wie sich der Grippevirus in der nördlichen Hemisphäre in der Winterzeit verhält, insbesondere in Osteuropa. Dies teilte die WHO mit.
Die Slowakei schloss derweil zwei Grenzübergänge zur Ukraine. An den anderen drei Grenzübergängen wurden die Reisenden stichprobenweise auf Fieber und andere Grippesymptome kontrolliert. Zugleich kündigte das slowakische Innenministerium an, unverzüglich insgesamt 300'000 Schutzmasken in die unmittelbar an der ukrainischen Grenze gelegenen Dörfer zu liefern.
18 Grippe-Tote in Italien
Auch andere europäische Länder meldeten neue Fälle von Erkrankungen und Todesfällen. So stieg in Italien die Zahl der Toten durch die Schweinegrippe auf 18. Von der Epidemie besonders betroffen ist die Region um Neapel, wo neun Personen an der Grippe starben.
Zusammen mit Spanien ist Italien das Land mit den meisten Ansteckungen in Europa, wie das italienische Gesundheitsministerium bekanntgab. Auf 100'000 Italiener kommen laut Statistik derzeit 380 Krankheitsfälle.
Südkorea rief wegen der unaufhaltsamen Ausbreitung der Schweinegrippe die höchste Grippe-Alarmstufe aus. Dies bedeutet unter anderem, dass sämtliche Behörden zum Durchsetzen von Aktionen gegen die Grippe mobilisiert werden können.
«Impfung hat mehr Vor- als Nachteile»
Die WHO sieht die Schweinegrippe-Impfmüdigkeit in vielen Ländern mit Unbehagen. «Es bereitet schon Sorge, wenn Menschen, die Zugang zu Impfstoffen haben, dies nicht nutzen», sagte WHO-Sprecher Gregory Hartl in Genf.
«Der Impfstoff ist eines der besten Mittel, die es zur Bekämpfung der Pandemie gibt», sagte Hartl. «Die Vorteile, sich impfen zu lassen, wiegen die Nachteile bei weitem auf.» Hartl verwies darauf, dass sich das aggressive H1N1-Virus verändern könne - entweder abschwächen oder verstärken.
Dass es bei immer grösser werdender Zahl von Impfungen auch Nebenwirkungen gebe, sei normal, sagte der Sprecher. Hartl rief vor allem dazu auf, dass sich Schwangere impfen lassen. Diese seien weitaus mehr gefährdet als andere Menschen.
(sda/bers)







