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Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verabschiedet sich von der Nahost-Politik.
Wie ein PLO-Funktionär weiter mitteilte, hat sich Abbas trotz allen Bittens nicht von seinem Entschluss abhalten lassen. Unklar war aber, ob der Entscheid von Abbas wirklich unumstösslich ist. Es gab Spekulationen, wonach der 74-Jährige im Fall von Demonstrationen seiner Fatah-Partei sowie der massiven Unterstützung aus dem Ausland seinen Verzicht doch noch überdenken könnte.
Abbas ist seit Januar 2005 im Amt und gehört zur moderaten Palästinenserführung, die sich für einen Gewaltverzicht gegen Israel sowie für Friedensverhandlungen zur Beilegung des israelisch- palästinensischen Konfliktes ausgesprochen hat. Mit einem Amtsverzicht würde Abbas auch Israel treffen, weil es einen Friedens- und Verhandlungspartner verlieren würde.
Letzte Karte ausgespielt?
Der Palästinenserpräsident hatte bereits am Mittwoch zu verstehen gegeben, dass er auf sein Amt verzichten wolle, falls Israel nicht einem vollständigen Baustopp in jüdischen Siedlungen zustimmen sollte.
Israelische Kommentatoren schrieben daraufhin, dass Abbas mit seiner Drohung seine letzte politische Karte ausgespielt habe.
Die rechtsgerichtete und siedlerfreundliche Regierung in Israel unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will rund 3000 neue Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland bauen lassen. Sie akzeptiert auch keine Beschränkungen im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems.
(sda/horm)







