Einfahrt und Willkommenstafel zu einem Militärstützpunkt.(© keystone)

Absolventen einer Ausbildung fielen dem Täter zum Opfer.

Der Kommandeur des in Fort Hood stationierten III. Corps, Generalleutnant Bob Cone, teilte mit, der mutmassliche Täter sei angeschossen worden und werde im Krankenhaus des Stützpunktes behandelt. Sein Zustand sei stabil.

Vermeintliche Komplizen wieder frei

Cone äusserte sich nur in einem Satz dazu, wie es zu der falschen Angabe über den Tod des Angreifers habe kommen können: Im Krankenhaus habe Konfusion geherrscht.

Der Schütze ist ein Offizier im Alter von 39 oder 40 Jahren, wie der kommandierende General Bob Cone sagte. Unklar war, ob der Täter Komplizen hatte.

Zwei Verdächtige, die zunächst festgenommen wurden, kamen wenige Stunden später wieder frei. Dafür wurde später ein weiterer Soldat festgenommen. Nach Angaben eines Sprechers von Fort Hood könnte es sich dabei um einen zweiten Schützen handeln.

Täter war offenbar Psychiater

Die Schiesserei auf dem Armeestützpunkt Fort Hood bei Killeen hatte um 13.30 Uhr Ortszeit offenbar während einer Graduiertenfeier begonnen. Über das Motiv herrschte Unklarheit.

US-Fernsehsender berichteten unter Berufung auf die zuständige Ärztekammer in Virginia, der Schütze sei ein Psychiater gewesen, der im medizinischen Zentrum des Stützpunkts Soldaten mit mentalen Problemen behandelt hatte. Nach Angaben der texanischen Senatorin Kay Baley Hutchison stand er kurz vor einem Einsatz im Irak.

Fort Hood ist der grösste US-Armeestützpunkt weltweit. Dort befindet sich ein Behandlungszentrum für Soldaten, die sich bei Militäreinsätzen posttraumatische Stress-Erkrankungen zugezogen haben. Viele der in Fort Hood stationierten Soldaten waren im Irak und in Afghanistan stationiert oder werden dorthin geschickt.

US-Präsident Barack Obama sprach von einem «entsetzlichen Ausbruch der Gewalt» und rief zum Gebet für die Opfer und Angehörigen auf. Er stehe in Kontakt zum Pentagon, zur Bundespolizei FBI und dem Heimatschutzministerium, um die Sicherheit der US-Truppen ihrem eigenen Land zu gewährleisten, sagte Obama.

«Es ist schwierig genug, wenn wir diese mutigen Amerikaner in Kämpfen in Übersee verlieren. Es ist schrecklich, dass sie hier auf einer Basis in den Vereinigten Staaten unter Beschuss kommen.»

Trauer angesagt

Der gesamte Stützpunkt mit 45'000 Soldaten wurde nach den ersten Schüssen sofort abgeriegelt. Sirenen heulten, und die Menschen auf der Basis wurden aufgefordert, nicht ins Freie zu gehen. 500 Militärpolizisten durchkämmten das Gebiet. Die Verletzten wurden zum Teil mit Helikoptern in Spitäler gebracht. Eine Klinik rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf.

Zu den Toten zählt nach Medienberichten auch ein ziviler Polizist. Alle Opfer seien Erwachsene. In ersten Berichten hatte es geheissen, auch ein Kind sei ums Leben gekommen.

In Texas wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt. Im Washingtoner Abgeordnetenhaus gab es eine Schweigeminute.