Aktivisten vor dem Tagungsgebäude in Barcelona.(© keystone)

Wo geht's hier nach Kopenhagen? Aktivisten vor dem Tagungsgebäude in Barcelona stellen die entscheidende Frage.

Der UNO-Klimachef Yvo de Boer bekräftigte seine früher geäusserte Einschätzung, dass ein fertiges und rechtsverbindliches Vertragswerk in Kopenhagen kaum mehr möglich sei. Ziel müsse aber eine möglichst substanzielle politische Rahmenvereinbarung sein, über die dann 2010 weiter verhandelt werden solle.

Ein solcher Beschluss hätte eine politische Bindungswirkung, jedoch keine rechtliche Verpflichtung. Daher müsste er auch nicht von den nationalen Parlamenten gebilligt werden. Einem solchen Beschluss könnten als Anhänge Klimaschutzziele beigefügt werden, die auch beziffert würden, hiess es aus Beobachterkreisen.

Weltklimagipfel droht zu scheitern

Die Verhandlungen in Barcelona brachten weder mehr Klarheit bei der Verminderung von Treibhausgasen noch bei den geplanten Finanzhilfen für ärmere Länder, wie es aus Delegationskreisen zum Abschluss hiess.

Internationale Umweltorganisationen warnten angesichts der Differenzen und offenen Fragen vor einem völligen Scheitern des Weltklimagipfels. Sie warfen vor allem den USA vor, bislang zu wenig auf den Verhandlungstisch gelegt zu haben.

In Kopenhagen soll eine Nachfolge-Vereinbarung für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zur Verminderung von Treibhausgasen getroffen werden.
(sda/hues)