Drei Soldaten beobachten Manöver von Helikopetern in Afghanistan.(© reuters)

Kanadische Soldaten in der Kandahar-Provinz - schon bald sollen diese Bilder der Vergangenheit angehören.

Eine Militärsprecherin teilte am Freitag mit, Generalstabschef General Walter Natynczyk habe den Beginn des Abzugs der 2800 kanadischen Soldaten aus dem Süden Afghanistans angeordnet.

134 Kanadier ums Leben gekommen

Ministerpräsident Stephen Harper hat erklärt, die kanadische Militärmission werde nicht verlängert, auch wenn US-Präsident Barack Obama darum bitte. Seit 2002 sind in Afghanistan 133 Soldaten und ein Diplomat getötet worden.

In Afghanistan werden nach NATO-Angaben seit Mittwoch zwei Soldaten der internationalen Streitkräfte vermisst. Sie wurden während eines Routine-Einsatzes im Westen des Landes vermisst gemeldet, wie das Verteidigungsbündnis am Freitag erklärte.

Nach den beiden sei eine flächendeckende Suche eingeleitet worden. Über ihre Nationalität wurde zunächst nichts mitgeteilt. In Westafghanistan sind vor allem Soldaten aus Italien, Spanien, den USA und Litauen stationiert.

Verlustreichster Monat für US-Armee

Im Süden des Landes wurden erneut zwei US-Soldaten getötet. Sie kamen am Donnerstag bei der Explosion einer am Strassenrand versteckten Bombe im Süden des Landes ums Leben, wie die NATO am Freitag mitteilte. Damit sind seit Monatsbeginn drei amerikanische Soldaten in Afghanistan getötet worden.

Der Oktober war mit 59 Todesopfern der verlustreichste Monat für die US-Streitkräfte seit Beginn des Einsatzes vor acht Jahren.
(agenturen/halp)