
© keystone
Nur noch höhere Bauteile des Schiffes ragen aus dem Seeboden auf.
Der Finder stiess beim Schlittschuhlaufen auf das antike Wrack. Durch die Eisdecke hindurch hätte er es plötzlich entdeckt, wie das Regierungspräsidium Stuttgart (D) mitteilte.
Mittelalterliches Fischerboot
Ältere Schiffsreste sind bisher nicht aufgetaucht. Schriftquellen zufolge befuhren aber bereits die Römer den Bodensee mit Schiffen. Die steinzeitlichen Pfahlbaubewohner verfügten wahrscheinlich über Einbäume.
Vermutlich handle es sich um ein Fischerboot aus dem 14. Jahrhundert, so das Regierungspräsidium Stuttgart. Nach Angaben der Archäologen handelt es sich um einen mittelalterlichen Schiffstyp. Auffällig seien die aus dem Seeboden herausragenden Spanten (Rumpfbauteile) des neun Meter langen Schiffsskeletts.
Schiffsbau ohne Eisen
Der schlanke, kastenförmige Rumpf mit einem flachem Boden, weit aufragendem Bug und breitem Heck sei bezeichnend für die mittelalterliche Schiffsbautechnik.
Alle noch vorhandenen konstruktiven Verbindungen seien aus Holz und ohne Zuhilfenahme von Eisen hergestellt.
Allerdings seien exponierte Bauteile abgerissen. Von den zahlreichen aus Holz gebauten Lastsegelschiffen des Mittelalters und der frühen Neuzeit habe an Land kein einziges bis heute überdauert, betonte das Regierungspräsidium. Im Wasser stehen die Chancen dafür besser.
(from/sda)







