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Swissmedic ist für die Impfstoffprüfung gut gerüstet.
Somit erhöhte sich die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle in der Schweiz auf 349. Allein 33 der 48 neuen Fälle tauchten im Kanton Wallis auf. Dabei handle es sich unter anderem um erst jetzt bestätigte Fälle von Erkrankungen in der Sommerschule in Verbier, sagte der BAG-Sprecher Jean-Louis Zürcher.
Weiter erklärte Zürcher den Anstieg damit, dass sich die Ausbreitung des Virus in der Schweiz beschleunige und mehr Personen aus den Ferien zurückkehrten. Bislang gab es in den Kantonen Bern, Genf, Luzern, Waadt und Wallis Häufungen von Schweinegrippe-Fällen.
Pandemie erst am Anfang
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einer weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe und erwartet, dass es bis Herbst einen zuverlässigen Impfstoff geben wird. Ein Impfstoff dürfe erst dann freigegeben werden, wenn es keinerlei Sicherheitsbedenken mehr gebe, sagte der Leiter der WHO-Grippe-Abteilung, Keiji Fukuda.
Die ersten öffentlich einsetzbaren Impfstoffe sollte es im September oder Oktober geben, sagte Fukuda. Die seit April grassierende Schweinegrippe befinde sich erst in der Anfangsphase ihrer pandemischen, also weltweiten Ausbreitung. Bestätigt seien
weltweit 130'000 Infektionen.
Berichte aus England über eine steile Zunahme der Fälle seien aber im Einklang mit den Erwartungen der WHO. Im Lauf der Zeit seien zwei Milliarden Infektionen eine durchaus realistische Vorstellung für diese Pandemie, sagte der WHO-Grippe-Abteilungsleiter weiter.
Experten-Team prüft Gesuche
Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic will Zulassungsgesuche für einen Schweinegrippe-Impfstoff so rasch wie möglich behandeln. Die Vorbereitungen für die Begutachtung eines Gesuchs seien getroffen, teilte Swissmedic mit.
Sobald ein Zulassungsgesuch für einen Pandemieimpfstoff eintreffe, werde sich ein Experten-Team mit hoher Priorität darum kümmern und eine Nutzen-Risiko-Beurteilung vornehmen. Wie für jedes Arzneimittel muss laut Swissmedic auch für einen Impfstoff belegt werden, dass dieser die Kriterien der Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität
erfüllt.
Befristete Bewilligung möglich
Das Heilmittelinstitut wird bei seiner Prüfung aber auch berücksichtigen, wenn ein Impfstoff bereits in einem anderen Land mit vergleichbarer Arzneimittelkontrolle zugelassen ist. Zudem sei in dringlichen und gesundheitlich kritischen Fällen eine zeitlich befristete Bewilligung für den Vertrieb der neuen Impfstoffe möglich, hiess es weiter.
Dies würde sich dann rechtfertigen, wenn Impfstoffe sofort appliziert werden müssten, um beispielsweise einer unkontrollierten Ausbreitung der Pandemie entgegen zu wirken oder besonders gefährdete Bevölkerungsteile zu schützen.
(ap/bosy)









