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Erneute Krawalle in Rostock nach einem Fussballspiel.
Nach der Niederlage von Hansa Rostock gegen den Lokalrivalen FC St. Pauli war es zu massiven Strassenschlachten gekommen. Nur dank einem Grossaufmarsch von 1500 Polizisten konnte schlimmeres verhindert werden. Dabei wurden nach einer vorläufigen Bilanz 27 Beamte verletzt und 23 Randalierer in Gewahrsam genommen.
Den Chaoten droht Regress
Die Gewerkschaft der Polizei fordert nun die Vereine zu mehr Vorbeugung gegen Gewalt auf. Randalierer müssten konsequent mit Stadionverboten belegt werden. Der zuständigen Innenminister Lorenz Caffier geht gar einen Schritt weiter. Er will die Kosten von mehreren hunderttausend Euro den Chaoten in Rechnung stellen. «Die Gesellschaft darf nicht zulassen, dass ein brutaler, gewalttätiger und damit krimineller Mob unter dem Deckmantel des Fußballs regelmäßig friedliche Bürger tyrannisiert, die Polizei angreift und die Justiz herausfordert», sagte der Minister.
Auch der DFB wird aktiv
Gegen den Spieler Deniz Naki hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) ein Ermittlungsverfahren gegen wegen krass sportwidrigen Verhaltens eingeleitet. Der 20 Jahre alte Stürmer des Zweitligisten FC St. Pauli hatte am Montagabend nach seinem Tor zum 2:0-Endstand beim FC Hansa Rostock die Rostocker Fans aufgebracht, indem er vor ihnen das Abtrennen des Kopfes mit der Hand andeutete. Dabei beruft sich das Gremium auf Fernsehbilder. Deniz Naki ist nun zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Vereinsintern wird Nakis Verhalten mit einer Geldstrafe in nicht genannter Höhe geahndet.
(Agenturen/blur)







