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Becker ist es ein Rätsel, wie man auf Speed überhaupt Tennis spielen kann.
Becker kritisierte, dass Agassi trotz positiven Dopingtests keine Konsequenzen zu spüren bekam: «Tennis ist ein olympischer Sport. Da werden sich viele einige Fragen gefallen lassen müssen.» Zudem sei er als Sportler enttäuscht.
«Dass er eine Biografie schreibt, ist korrekt, über Höhen und Tiefen, über Glück und die Liebe, grosse Schlachten und tiefe Gefühle. Alles okay», sagte Becker der «Bunten». Aber die damit verbundene Selbstvernichtung schade nicht nur Agassis Ruf, sondern der gesamten Tennisbranche. Er bezweifle, «ob Andre richtig beraten war, seine Biografie in dieser Offenheit herauszubringen.»
Becker bürgt für Federer und Nadal
Die Frage, ob Agassi nun noch zum Vorbild tauge, werde ihn in Zukunft noch verfolgen. «Fans und Spieler, denen er Idol war und die ihn verehrt haben, sehen auf einmal ein ziemlich hässliches Bild des Heroes, das er auch noch selbst gezeichnet hat», sagte Becker.
Er wisse nicht, wie man auf Speed überhaupt Tennis spielen könne, sagte der frühere Tennisstar «Sport Bild online». Er selbst habe nie etwas zum Aufputschen genommen. «So was ist im Tennis nicht verbreitet, und da muss ich auch für meine Kollegen, ob das ein Roger Federer oder Rafael Nadal ist, meine Hand ins Feuer legen.»
Tennis sei ein koordinativ hoch komplizierter Sport, bei dem es auf Bruchteile von Sekunden ankomme. «Und da gibt es meines Wissens keine Droge, die einen weiterbringt. Und deshalb ist die Veröffentlichung umso schlimmer, denn er schadet damit dem ganzen Tennissport.»
Agassi habe viele Grand Slams gewonnen, einige auch gegen ihn, sagte Becker. «Wenn er die gewonnen hat, weil er auf Speed war, dann ist das einfach unfair und hat im Sport nichts zu suchen.»







