Das UBS-Logo über dem Eingang des Hauptsitzes in Zürich.(© reuters)

Die UBS schreibt weiter rote Zahlen.

Der achte Verlust innerhalb von neun Quartalen war von den Analysten wegen Wertberichtigungen auf eigenen Schulden, negativen Bewertungseffekten beim Verkauf des Brasiliengeschäfts und Restrukturierungskosten erwartet worden. Sie hatten aber mit einem etwas tieferen Verlust gerechnet.

«Solange wir nicht profitabel arbeiten, kehrt das volle Vertrauen der Kunden nicht wieder zurück. Also bringen sie uns kein neues Geld. Es geht also darum: Möglichst schnell auf allen Stufen wieder profitabel werden», sagte Finanzchef John Cryan gegenüber der «Tagesschau».

Die UBS bezifferte die buchhalterischen Sonderfaktoren auf insgesamt 2,150 Milliarden Franken. Unter Ausklammerung diese Sondereffekte erzielte die UBS zum zweiten Mal in Serie ein positives Vorsteuerergebnis. Es betrug 1,557 Milliarden Franken, verglichen mit 971 Millionen Franken im zweiten Quartal.

Weitere Kundengelder abgeflossen

Die mit Reputationsproblemen kämpfende Bank musste im Berichtsquartal einen weiteren Abfluss von Kundengeldern hinnehmen. Er machte netto 36,6 Milliarden Franken aus, nach 39,4 Milliarden im zweiten Quartal. Die Kernkapitalquote stieg Ende September auf 15,0 Prozent, verglichen mit 13,2 Prozent Mitte Jahr.

Die Grossbank wies erstmals auch die Leverage Ratio aus. Sie betrug 3,51 Prozent. Der Personalbestand sank um weitere 2783 Beschäftigte auf 69'023 Mitarbeiter. Im Ausblick rechnet die UBS mit weiteren Fortschritten, aber nicht mit einer unmittelbaren Erholung der Nettoneugeldentwicklung.
(ap/gmue)