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Die ominösen Umstände beim Einstieg von Viktor Vekselberg bei Sulzer haben Folgen für die NZB.

Die Basler Privatbank hält bislang 40 Prozent und will auf 51 bis 60 Prozent aufstocken. Über den Übernahmepreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie die beiden Banken mitteilten.

Geschäftsführer muss gehen

Die Übernahme diene der «Vertrauensbildung bei Kunden und Mitarbeitern der NZB». Die Sulzer-Affäre hat bei der NZB auch personelle Konsequenzen: Auf Anordnung der FINMA muss NZB-Geschäftsführer Martin Eberhard die Bank verlassen. Eberhard war Mitbegründer der Bank und während neun Jahren deren Geschäftsführer.

Die Bank Sarasin will die Geschäftstätigkeit der NZB Neue Zürcher Bank «konsequent auf das Brokerage-Geschäft ausrichten». Die NZB werde sich aus dem Private Banking Geschäft zurückziehen. Sarasin hatte 2007 ihr Brokerage-Geschäft in der Schweiz an die NZB verkauft und war seither über die NZB Holding an der NZB Neue Zürcher Bank AG beteiligt.

Meldepflichten verletzt

Hintergrund der Vorgänge ist der Einstieg der drei Investoren Ronny Pecik, Georg Stumpf und Viktor Vekselberg beim Winterthurer Industriekonzern Sulzer im Jahr 2007. Die FINMA stellte fest, dass der Aufbau dieser Beteiligung im Umfang von über 30 Prozent missbräuchlich erfolgt sei.

In der Folge eröffnete das Eidg. Finanzdepartement (EFD) gegen die drei Investoren ein Verwaltungsstrafverfahren. Sie werden verdächtigt, beim Aufbau ihrer Beteiligung an Sulzer zwischen November 2006 und April 2007 die Meldepflicht verletzt zu haben. Die österreichischen Investoren Pecik und Stumpf sind unterdessen nicht mehr Aktionäre von Sulzer; der russische Oligarch Vekselberg hingegen hält über seine Beteiligungsgesellschaft Renova fast einen Drittel an Sulzer.
(sda/gmue)