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Das Krisenjahr 2008 hat den Pensionskassen grosse Verluste beschert.
76,2 Milliarden Franken verloren die Kapitalanlagen der Pensionskassen im Krisenjahr 2008 netto an Wert. Dieser Verlust dürfte allerdings vielerorts «weitgehend buchmässig ausgefallen sein», schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in seiner provisorischen Statistik der beruflichen Vorsorge 2008.
Kaum noch Reserven
Von über 50 auf 8,5 Milliarden Franken eingebrochen sind 2008 die Wertschwankungsreserven. Während der «fetten Jahre» 2005/06 waren diese Rücklagen noch stark gewachsen.
Die versicherungstechnischen Vorsorgekapitalien erreichten am Jahresende den Wert von 567,6 Milliarden Franken. Sie lagen damit deutlich über der gesamten ausgewiesenen Bilanzsumme. Dieser Fakt lässt die Deckungslücke der Kassen offen zu Tage treten.
Unterdeckung von 47,5 Milliarden
Die Unterdeckung bei den privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen betrug Ende des Berichtsjahres 21,7 Milliarden Franken. Schlechter schnitten die öffentlich-rechtlichen Kassen ab: Ihre nicht kapitalisierten Verpflichtungen beliefen sich auf 35,6 Milliarden Franken.
Unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Wertschwankungsreserven sowie der freien Mittel lag die gesamte Deckungslücke damit bei 47,5 Milliarden Franken.
Seit der deutlichen Kurserholung auf den Börsenmärkten ab dem zweiten Quartal 2009 habe sich die Lage mittlerweile bei vielen Pensionskassen wieder spürbar entspannt, hält das BFS fest.
Mehr Versicherte, weniger Vorsorgeeinrichtungen
Zugenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der in der beruflichen Vorsorge Versicherten: Sie ist um drei Prozent auf 3,65 Millionen gestiegen. Das BFS erklärt den Zuwachs damit, dass die Realwirtschaft 2008 von der Finanzmarktkrise noch weitgehend verschont geblieben sei.
Weiter abgenommen hat im Berichtsjahr hingegen die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen mit reglementarischen Leistungen und aktiven Versicherten. Ende 2008 gab es noch rund 2430 Einrichtungen, verglichen mit 2540 im Vorjahr.
Vier Prozent mehr Renten ausbezahlt
Die Beiträge und Einlagen der Sozialpartner wuchsen im Vorjahresvergleich leicht auf etwas über 44 Milliarden Franken an. Die Zahl der Rentenbezüger stieg im Berichtsjahr um 2,8 Prozent auf 931000 weiter an. Das ausbezahlte Rentenvolumen dehnte sich um fast vier Prozent auf 22,7 Milliarden Franken aus.
(ap/awp/sda/muem)







