Carl-Peter Forster, mit sorgenvollem Gesicht, geht auf ein Auto zu.(© reuters)

Forster hatte den GM-VR öffentlich heftig kritisiert.

Forster hatte sich vehement für einen Einstieg des österreichisch-kanadischen Zulieferers Magna bei Opel ausgesprochen und die Absage von GM an den Investor ungewöhnlich scharf kritisiert. Die Entscheidung des GM-Verwaltungsrats sei «kaum nachzuvollziehen», sagte er.

Forster hatte von 2001 bis 2004 an der Spitze von Opel gestanden. Danach wechselte er an die Spitze von General Motors Europe, wozu auch Opel gehört.

Experte skeptisch

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP soll Nick Reilly, Leiter der internationalen General-Motors-Aktivitäten, Nachfolger Forsters werden. Der Manager wird demnach als Chef von GM-Europa allerdings nur als Übergangslösung fungieren.

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer äusserte sich skeptisch zum Abgang Forsters. Reilly werde die Marke Opel mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder in den Abwärtsstrudel zurückbringen, der seit 20 Jahren zu beobachten sei, erklärte Dudenhöffer: «Das Risiko, dass aus Kostengründen wieder Chevrolets und US-Autos unter der Marke Opel verkauft werden, dass die Qualität und Innovation leidet, ist sehr hoch, denn GM/Opel muss sparen.»

Auto-Legende Lutz an Opel-Spitze?

Als neuer Aufsichtsrats-Chef bei Opel ist laut «Spiegel Online» der gebürtige Schweizer Bob Lutz im Gespräch; auch diesen Posten bekleidete Forster. Lutz‘ Ernennung würde einigen Zündstoff bergen: Opel-Manager werfen Lutz vor, als Entwicklungschef Mitschuld am Niedergang der Marke zu tragen.
(ap/sda/schl)