Drei US-Börsenhändlern tippen in ihre Computer.(© reuters)

Steigende US-Arbeitslosenzahlen verdarben den Händlern an der Wall Street teilweise die gute Stimmung.

Zudem sorgten einige positive Analystenkommentare für Unterstützung. Unter anderem trauen Analysten dem Kurs des US-Mischkonzerns und Börsenschwergewichts General Electric eine überdurchschnittliche Entwicklung zu.

Erfolgreiche Handelswoche

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 Prozent fester bei 10'023 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 9936 und 10.044 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1069 Punkte.

Die Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2112 Punkte. Für die gesamte Handelswoche ergibt sich damit ein Plus von 3,2 Prozent beim Dow und beim S&P. Der Nasdaq-Index legte in dem Zeitraum 3,1 Prozent zu.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) ging in Frankfurt am Freitag mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 5488 Zählern aus dem Handel.

US-Arbeitsmarkt noch nicht überm Berg

In den USA fielen im Oktober 190'000 Jobs weg. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Minus von 175'000 erwartet. Dennoch hat der Stellenabbau erneut an Schärfe verloren: Zum Höhepunkt der Krise im Januar waren fast eine dreiviertel Million Arbeitsplätze verloren gegangen, im September waren es noch 219'000.

Die GE-Aktie schloss 6,2 Prozent fester. Nach Meinung der Analysten von Bernstein Research wird die Aktie seit Mitte Oktober unter Wert verkauft. Sie sehen daher einen guten Zeitpunkt zum Kauf und beurteilten das GE-Papier mit «Outperform».

Amazon kann zulegen

Auch das Papier des Online-Handelshauses Amazon wurde heraufgestuft und kletterte daraufhin um 4,6 Prozent.

Eine bessere Bewertung von Goldman Sachs erhielt auch das Papier der Versicherer Travelers Cos und XL Capital. Die Travelers-Aktie stieg um 2,5 Prozent, die XL-Capital-Aktie um 1,7 Prozent. Die Anteilsscheine der Kaffeehaus-Kette Starbucks verteuerten sich um 7,2 Prozent. Der Röster hob seine Prognose für das kommende Finanzjahr an.

AIG leidet unter schleppendem Geschäft

Zu den Verlierern zählte der einst weltgrösste Versicherer AIG. Das Unternehmen erwirtschaftete zwar das zweite Quartal in Folge einen Gewinn, kämpft aber weiterhin mit einem schleppenden Versicherungsgeschäft. AIG-Titel brachen um 9,7 Prozent ein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Milliarden Aktien den Besitzer. 1531 Werte legten zu, 1445 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1233 im Plus, 1417 im Minus und 123 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 100-31/32. Sie rentierten mit 3,505 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen um 1/32 auf 101-20/32 und hatten eine Rendite von 4,401 Prozent.
(reuters/halp)